Alle reden über Digitalisierung. Aber was meinen wir eigentlich damit?

Digitalisierung ist heute eines der meistgenutzten Schlagworte. Oft wird darunter eine App, ein Onlineformular oder eine neue Internetseite verstanden. Doch das ist nur ein kleiner Teil.

Echte Digitalisierung bedeutet, Abläufe neu zu denken. Informationen müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Prozesse müssen ineinandergreifen. Daten dürfen nicht mehrfach erfasst werden. Verwaltung muss einfacher, schneller und transparenter werden – für Bürgerinnen und Bürger genauso wie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus.

In meinem derzeitigen Berufsumfeld in der IT beschäftige ich mich täglich mit komplexen Prozessen. Dabei habe ich gelernt, dass gute Lösungen selten an einer einzelnen Stelle entstehen. Entscheidend ist, die Zusammenhänge zu verstehen und alle relevanten Abläufe sinnvoll miteinander zu verbinden.

Deshalb werde ich Digitalisierung nicht an einzelnen Projekten festmachen, sondern als Gesamtaufgabe verstehen. Ich werde gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Bürgern prüfen, an welchen Stellen digitale Lösungen den größten Mehrwert schaffen – von Verwaltungsabläufen über Energie- und Gebäudemanagement bis hin zu Kommunikation, Mobilität und Katastrophenschutz.

Ein erster Schritt kann eine Dorf-App sein. Sie ist jedoch nicht das Ziel, sondern ein Werkzeug. Sie kann Informationen bündeln, Veranstaltungen sichtbar machen, Vereine unterstützen, Mängel melden, Bürgerservices vereinfachen und Menschen miteinander vernetzen. Ihren Wert entfaltet sie aber erst dann, wenn sie Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts ist.

Digitalisierung beginnt nicht mit Software. Sie beginnt mit der Frage:

Wie können wir Dinge einfacher, schneller und besser machen?